MacBook Ordner mit Fragezeichen – was tun?
Sie starten Ihr MacBook wie gewohnt, aber nicht das Apple-Logo erscheint beim Hochfahren, sondern ein Ordner mit blinkendem Fragezeichen? Ein MacBook-Ordner mit Fragezeichen beim Start ist in der Regel ein Anzeichen dafür, dass mit Ihrer Festplatte oder SSD etwas nicht stimmt und das kann mehrere Ursachen haben. Dies kann ein fehlendes macOS oder ein plötzlich beschädigtes Dateisystem sein. Eine andere Möglichkeit ist, dass die Festplatte oder SSD einen plötzlichen Defekt erlitten hat. Bei älteren MacBooks Pro (bis 2012), kann außerdem das Verbindungskabel zwischen Logicboard und Festplatte defekt sein.
Folgende Schritte können helfen
Probieren Sie ein NVRAM bzw. PRAM Reset aus. Dazu müssen Sie Ihr MacBook neu starten und sofort folgende Tastenkombination gedrückt halten:
Wahltaste (alt) + Befehlstaste (cmd) + P + R
Halten Sie diese Tasten beim Starten Ihres MacBooks etwa 20 Sekunden lang gedrückt oder bis Sie erneut den Startsound hören.
Haben Sie danach noch immer einen Ordner mit blinkendem Fragezeichen auf dem MacBook, dann sollten Sie in jedem Fall das Festplatten-Dienstprogramm ausführen, um die genaue Ursache des Problems zu ermitteln.
Um das Festplattendienstprogramm zu starten, halten Sie beim Einschalten Ihres Apple MacBooks die Taste R gedrückt. Folgen Sie den Anweisungen bis Ihnen ein Menü mit dem Punkt „Festplatten-Dienstprogramm“ erscheint. Im Festplatten-Dienstprogramm wählen Sie Ihr internes Laufwerk aus und drücken anschließend auf Erste Hilfe. Läuft diese ohne Problem durch, sollten Sie Ihren Mac neu starten. Sollte das Problem des blinkenden Ordners mit einem Fragezeichen noch immer vorhanden sein, gibt es einen Fehler bei der Ausführung der Ersten Hilfe oder sollte Ihr internes Laufwerk nicht aufgelistet sein, haben Sie möglicherweise einen Hardwaredefekt. Wenn Sie keine regelmäßigen Backups auf einer externen Festplatte machen, müssen Sie wahrscheinlich mit einem Datenverlust rechnen. Ganz verloren sind die Daten damit aber noch nicht: →MacBook-Datenrettung. Haben Sie ein Backup auf einer externen Festplatte mit Time Machine gemacht, versuchen Sie eine Neuinstallation und das macOS dadurch wiederherzustellen.

MacBook zeigt Fragezeichen – verlötete SSD wird zum Problem
Haben Sie ein MacBook Pro ab 2016 oder ein MacBook Air ab 2018 und können als mögliche Ursache ein beschädigtes Betriebssystem oder ein anderes Softwareproblem ausschließen, wird dies meistens eine kostspielige Angelegenheit. Das Problem ist, dass die SSD direkt mit dem Logicboard verlötet ist. Ein kompletter Austausch des Logicboards bringt das Gerät zwar wieder zum Laufen – Ihre Daten bleiben dabei aber auf dem alten Board zurück. Bei Modellen mit T2- oder Apple-Chip sind sie zusätzlich fest an diese Hardware gebunden und lassen sich nicht auf ein anderes Board übertragen. Sind Ihnen die Daten wichtig, führt deshalb meist nur ein Weg zum Ziel: das vorhandene Logicboard so weit instand zu setzen, dass der Speicher wieder erreichbar ist. Ob das in Ihrem Fall gelingt, zeigt die Diagnose.
→ Mac- und MacBook-Datenrettung
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